Wir haben eine neue Rubrik angelegt über die Reviere in Heinsberg!

 

 

Unser Verein nimmt regelmäßig sogenannte Kontrollgänge in den Revieren vor. Wir möchten dies hier auch dokumentieren. Nun stehen in einigen Revieren wieder Pächterwechsel an und dann ist es ja auch interessant zu sehen, wie es jetzt aussieht und wie es nach dem Wechsel ist. So nach und nach werden wir über alle Reviere in Heinsberg berichten!

Waldfeucht 09.05.2013

 

Irgendwie schaffen wir es nicht, etwas schönes über die Reviere in Heinsberg zu berichten. Heute waren wir unter Anderem in Waldfeucht und haben eigentlich auch dort nur "Dinge" gesehen, die Tierqual und Tierleid bedeuten. Zusätzlich fanden wir noch einen toten Greifvogel, den wir morgen zur Untersuchung bringen werden.

Wir beginnen unsere Reihe mit dem Revier um Straeten. Es ist ein sehr weitläufiges Revier und geht über Waldenrath, Straeten, Hatterath, Pütt, Scheifendahl, Erpen, Dorath bis Königshof und ab dem 01.04.2013 ist dieses Revier neu verpachtet. Eine wirklich wunderschöne Gegend, leider etwas heruntergekommen, überall liegt Müll und die jagdlichen Einrichtigungen sind auch marode und entsprechen nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen. Aus unserer Sicht sollten sie sowieso entfernt werden! Nun, durch den neuen Pächter kann es sich ja nur zum Guten wenden. In diesem Gebiet ist ein erhebliches Greifvogelvorkommen, wir zählten alleine schon über 50 dieser wundervollen Tiere. Wenn man durch das Gebiet läuft und Ohren und Augen offen hält sieht und hört man sie überall deutlich. Für Tierfreunde wie uns natürlich immer sehr zwiespältig, aber wir werden sie im Auge behalten. Geht man in der Abenddämmerung dort spazieren, sieht man auch sehr viel Rehwild und Hasen.

 

Samstag 04.05.2013

Was wir bisher an Lakaien des Jagdpächters gesehen haben,
war alles Ü65. Wenn wir uns bei dem Ein oder Anderen vielleicht um 1-2 Jahre verschätzen, möge uns das nachgesehen werden, wahrscheinlich hinterlässt so ein hartes Jägerleben in der Natur seine Spuren. Ob man in dem Alter noch hegen
und pflegen kann, ist hier die Frage. Oder beschränkt sich Hege und Pflege auf
Anfütterung und Abschuss? Fragen über Fragen!!!! Komisch ist auch das enorme
Kfz-Aufkommen im Revier in der Dämmerung und der Nacht. Was bewegt die älteren Herren dazu, über Stunden mit dem Fahrzeug im Schritttempo, halb aus dem
Fenster gelehnt den kompletten Wald und die Felder abzufahren? Fühlt man sich dann wie im Safaripark? Oder ist das die neue Art der Pirsch? Übrigens sind in den
Windschutzscheiben immer noch die unzulässigen Jagdschutzschilder mit dem
Landeswappen!!!

Freitag 03.05.2013

Im Revier um Straeten wird jetzt jeden Freitag das Wild angefüttert. Eimerweise wird Mais rangekarrt, um bequem vom Hochsitz aus das Wild zu schießen. Wir sagen: Anfüttern um diese Jahreszeit zum wahrscheinlichen Zwecke des Abschusses ist äußerst fragwürdig!!!!

Ostermontag, 01.04.2013

 

Heute hielten wir uns mehrere Stunden in diesem Revier auf und beobachteten einiges. Nachfolgende Bilder hoffen wir in Zukunft dort nicht mehr sehen zu müssen:

Sonntag 22.04.2013

 

Heute setzen wir unsere Reihe fort, aber leider anders, als
gedacht. Ursprünglich wollten wir ein paar schöne Eindrücke aus einem
Naturschutzgebiet unseres Kreises zeigen, so fuhren wir nach Saeffelen, eine wunderschöne
Gegend. Doch was uns dort erwartete, war alles andere als schön und das möchten
wir auch niemandem vorenthalten. Ganz besonders merkwürdig finden wir das
Schild der Unteren Landschaftsbehörde am Zugang zum Naturschutzgebiet, denn es
steht im krassen Gegensatz zu dem, was wir dort gesehen haben. Gesetze gelten
nur für den normalen Bürger, das zeigt sich hier mal wieder deutlich!

Überall lagen alte Kadaver, Kaninchen, Puter usw., sogar ein
toter Greifvogel lag dort. An der Futterstelle liegt eine extreme Menge Mais,
Tiere haben zur Zeit keinerlei Not. Im Mittelpunkt des Grauens steht eine
Ansitzleiter. Etwas entfernt davon fanden wir dann noch eine Betonrohrfalle, im
Augenblick nicht aktiv.

So sehen also im Kreis Heinsberg die Naturschutzgebiete aus.
Bravo!

Nachfolgend einige Eindrücke aus diesem Revier: